Kolumne des Monats

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Zirkus

Der Schimpanse „Robby“ darf im Zirkus bleiben. Dieses Urteil fällte das niedersächsische Oberverwaltungsgericht über den wohl bundesweit letzten Menschenaffen der in einem Zirkus lebt. In der Urteilsbegründung sagte der Richter Arthur Schopenhauer: „Seitdem ich die Menschen kenne, liebe ich die Tiere.“ Und der Fachtierarzt sagte: „Wer 40 Jahre nur in einem Zirkus gelebt hat, den kann man nicht einfach in die freie Wildbahn entlassen. Dort wäre er nicht mehr überlebensfähig, weil es ihm an sozialen Kompetenzen fehlt.“ Dieses Phänomen kennen wir auch von Politikern. Wer sein ganzes Leben im Politzirkus verbracht hat, der hätte doch in der freien Wildbahn... im richtigen Leben, meine ich, keine Überlebenschance. Nehmen wir nur mal Horst Seehofer! Wenn der den Staatszirkus in Berlin verlassen müsste, würde der doch nur als hilfloser Problembär im Bayrischen Wald herumtapsen, bis er vom Jäger Söder den finalen Gnadenschuss erhält. Nicht viel anders sieht es bei Andrea Nahles aus. Wie will man denn die auswildern? Die wüsste doch gar nicht, wie sie ihr täglich Brot verdienen sollte? Schule, Studium und ab in den Polit-Zirkus. Dort führt sie seit 1988 in der Manege, ihre Kunststückchen auf. Zum Beispiel als „Pippi Langstrumpf“- Imitatorin. Zur Zeit ist sie als „Calamitiy Jane“, auf deutsch: Kalamitäten Johanna zu sehen. Das war eine Kunstschützin aus dem Wilden Westen, die durch ihre wilden Flüche auffiel. Und wie diese, zieht nun Andrea Nahles durch die Manege des Berliner Staatszirkus mit „Bätschi!“ oder „Ab morgen gibt es auf die Fresse“. Als Kunstschützin ist sie allerdings nicht so erfolgreich wie ihr Vorbild Jane. Andreas Schüsse gehen meist nach hinten los und treffen die eigenen Genossen. Weshalb man sie auch „Schlamassel Andrea“ nennt, so wie sie sich zum Affen macht. Weshalb böse Zungen die Politik auch gern einen „Affenzirkus“ nennen. So gesehen teilt die Politikerin Nahles eigentlich das gleiche Schicksal wie der Schimpanse „Robby“: Beide wurden in jungen Jahren von ihren Artgenossen getrennt. Deshalb kennt „Robby“ keine Affen, sondern nur Menschen; und Andrea kennt keine Menschen, sondern nur ... also, beide werden nicht artgerecht gehalten. Sie hätten aber im richtigen Leben keine Überlebenschance. Und deshalb klammert sich die Eine eben an ihren Sessel, so wie der Andere an sein Gitter.


   

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