Kolumne des Monats

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Ein Gespenst geht um in Europa

Das Gespenst heißt Kevin Kühnert. Alle Mächtigen haben sich zu einer eiligen Hetzjagd gegen dieses Gespenst verbündet, CDU und CSU,FDP, Andrea Nahles, Sigmar Gabriel und Dieter Nuhr. Und nun ist Kevin allein zu Haus. Im Willy- Brandt-Haus. Was hat er eigentlich verbrochen? Er hat nachgedacht. Ein schier unglaublicher Vorgang für ein SPD-Mitglied. Und dann auch noch über den "Kapitalismus". Da geht ja die Frechheit schon los. Den darf man ja heute eigentlich nur noch als "Marktwirtschaft" bezeichnen. Wo kommen wir denn da hin, wenn wir unser Wirtschaftssystem als das beschreiben, was es wirklich ist: Ein System des Privateigentums, dass mit dem Elend anderer schon immer gutes Geld verdient hat, und von dem wir wissen, dass es bei 100% Profit alle menschlichen Gesetze unter seinen Fuß stampft und bei 300 % vor keinem Verbrechen zurückschreckt. Waren es früher Panzerfäuste, Stukas und Giftgas, sind es heute Billiglohn, Wohnungsnot und Glyphosat. Und dann kommt einer und plaudert das auch noch aus und hat Visionen für Alternativen. Da ruft ja selbst Helmut Schmidt aus seiner Gruft: "Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen." Die SPD hat sich ja schon immer als Arzt am Krankenbett des Kapitalismus verstanden. Dabei hat sie sich vor gut 130 Jahren selbst einmal ein Minimal- und ein Maximalprogramm gegeben. Das eine beinhaltete tagespolitische Sozialreformen, das andere den "Sozialismus" als Fernziel. Ein Wort, dass heute bei den führenden Sozialdemokraten Tinnitus hervorruft. Deshalb sind sie auch taub für alle Hilferufe der sozial Abgehängten. Ein Vorgang, den schon Rosa Luxemburg kritisierte. Ihr Ende ist ja bekannt. Und so soll man auch Kevin Kühnert schon geraten haben, sich nicht zu sehr in die Nähe des Landwehrkanals zu begeben, wenn er weiter über andere Eigentumsformen nachdenkt. Zum Beispiel aus dem jetzigen BMW, einer Bude Mit Mehrwert, eine VolksEigene Bude zu machen. Da sehen alle rot und nordkoreanische Verhältnisse aufziehen. Oder noch schlimmer: die DDR. Obwohl wir da gar keinen "Sozialismus" hatten, sondern nur einen Parteifeudalismus mit sozialistischen Humoreinlagen. Und das alles, weil der Kevin mal im Grundgesetz geblättert hat und dabei auf die Artikel 14 und 15 gestoßen ist, die Enteignungen zum Wohle der Allgemeinheit vorsehen und Vergesellschaftungen möglich machen. Und das ausgerechnet in dem Jahr, in dem das Grundgesetz 70 Jahre alt wird. Wurde es durch Kevin jetzt etwa als linksextremistische Hetzschrift enttarnt, die dringend verändert werden muss?


   

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